#Monatsnotiz Juli

Im Juli naht bereits das Semesterende und damit geht auch die eLearning-Workshopreihe für das Sommersemester zu Ende. Zum Abschluss präsentierten die Teilnehmenden am 11. und 12. Juli ihr erarbeiteten Lehr-Lernkonzepte und konnten ihre eLearning-Zertifikate in Empfang nehmen. Alle Konzepte wurden auch in diesem Semester wieder in einem Reader veröffentlicht (Foto). Wie sich die Konzepte der Absolventen – und damit auch das Denken und Arbeiten mit und über digitale Medien – in den letzten Jahren verändern, habe ich gemeinsam mit meinen Kollegen in einem Paper untersucht (dazu unten mehr). Die letzte MultimediaWerkstatt im Sommersemester fand am 16. Juli statt und beschäftigte sich mit den Möglichkeiten der Blockchain-Technologie für die Bildung. Meine Kollegin Linda Rustemeier hat dazu einen kleinen Rückblick geschrieben.

Auf dem Projekttreffen des BMBF-Projekts „Starker Start ins Studium“ hatte ich am 12. Juli Gelegenheit, einen Vortrag zum Thema „eTutor*innen und Digital Scholarship zu halten (Folien und Bericht hier im Blog).

Exzellente Lehre wird an der Goethe-Uni jedes Jahr mit dem 1822-Lehrpreis ausgezeichnet, bei dem ausschließlich Studierende Nominierungen vergeben dürfen. Besonders gefreut hat mich, dass in diesem Jahr Prof. Dr. Detlef Krömker, Informatik-Professor und langjähriger Leiter von studiumdigitale einer der Preisträger war. Um den innovativen Einsatz digitaler Medien in der Lehre geht es auch bei der eLearning-Förderung der Goethe-Universität, bei der dieses Jahr bereits zum 12. Mal Lehrende und Studierende Gelegenheit hatten, Gelder für Lehrprojekte zu beantragen. Als Koordinator des eLearning-Förderfonds (eLF) nahm ich auch an der Jurysitzung teil, bei der insgesamt 9 Projekte von Lehrenden sowie 2 studentische Projekte zur Förderung ausgewählt wurden. Mit meinem Kollegen Ralph Müller werde ich die Projekte in den kommenden Monaten weiter begleiten und bei der Umsetzung unterstützen.

Gemeinsam mit meinem Informatiker-Kollegen Florian Horn beforsche ich derzeit die automatisierte Auswertung von schriftlichen Lerner-Reflexionen mit Hilfe eines Algorithmus. Unser Augenmerk liegt dabei auf in den Texten beschriebene Facetten digitaler Kompetenz, welche die Lernenden an sich beobachten. Sehr gefreut hat mich auch, dass gleich mehrere Paper, die ich gemeinsam mit Kolleg*innen geschrieben habe, zur Veröffentlichung angenommen wurden:

Für die diesjährige DeLFI-Tagung habe ich gemeinsam mit Jana Niemeyer und Alexander Tillmann einen Beitrag über die Forschungspotenziale der Akteurs-Netzwerk-Theorie für Digitalisierungsprozesse an Hochschulen verfasst, den wir auf der Tagung vorstellen werden. Im unserem Beitrag für den DeLFI-Workshop „Kompetenzen digital“ untersuchen Alexander Tillmann, David Weiß und ich die Möglichkeiten und Konsequenzen der „Zertifizierung von informellen und non-formalen Lernprozessen“ für die Hochschulen. Mit Ralph Müller und Alexander Tillmann habe ich die Abschlusskonzepte der eLearning-Zertifikatsreihe aus den letzten 10 Jahren untersucht, um der Frage nachzugehen, inwieweit die methodisch-didaktische Umgestaltung der Zertifikatsreihe auch die konzeptionellen Überlegungen der Teilnehmenden beeeinflusst. Die Ergebnisse werden wir auf der GMW-Jahrestagung in Berlin vorstellen.

Mein Artikel zu Digital Scholarship von Hochschullehrenden für den Tagungsband der dghd-Tagung 2018 ist ebenfalls angenommen und ich freue mich nun auf das Feedback aus dem Peer Review. Der Tagungsband wird voraussichtlich Anfang 2020 erscheinen.

Gemeinsam mit meinen Kolleginnen Sanja Grimminger und Sarah Voß-Nakkour schreibe ich an einem Artikel zum Thema Digitale Barrierefreiheit, in dem wir folgende Fragen thematisieren: Welche Kompetenzen benötigen Lehrende um Inklusion und Teilhabe für Lernende mit Beeinträchtigungen ermöglichen zu können? Und wie können diese Kompetenzen erworben werden? Dazu stellen wir ein Fortbildungskonzept vor, was Lehrende beim Aufbau dieser Kompetenzen unterstützt. Der Artikel wird 2020 in einem Sammelband zum Thema Inklusion im Springer Verlag erscheinen.

Leider musste ich dieses Jahr krankheitsbedingt auf meine Teilnahme am Jungen Forum für Medien- und Hochschulentwicklung #JFMH2019 verzichten, der gemeinsamen Nachwuchstagung von GMW, dghd, GI und GfE. Gastgeberin war in diesem Jahr die PH Weingarten, ich wäre diesmal eigentlich mit einem Posterbeitrag zu meiner Arbeit mit Florian Horn dabeigewesen – wirklich schade. So konnte ich die Tagung nur mit einem gelegentlichen Blick auf Twitter (#jfmh19) verfolgen. Besonders gefreut hat mich natürlich, dass sich gleich mehrere der vorgestellten Projekte auf mein Modell zur Beschreibung digitaler Kompetenzen von Lehrenden beziehen!

Nach diesen ereignisreichen Wochen heißt es jetzt erstmal durchschnaufen, und an der Dissertation weiterarbeiten. Ab Anfang August verabschiede ich mich für drei Wochen in den Familienurlaub bevor dann im September die Konferenz-Saison und die Semestervorbereitung beginnt.

 

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